Vorurteile

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Über Studentenverbindungen kursieren teilweise krude Vorurteile. Ein paar besonders plakative entkräften wir hier.

Vorurteil: Verbindungen sind „Geheimbünde“
Lage: Wir Rhenanen freuen uns über jeden Besucher. Unser Haus steht bei fast allen Veranstaltungen für jedermann offen. Wie jede Gruppe haben wir aber ein paar organisatorische Dinge auf Sitzungen intern zu regeln. Wenn das „geheimbündlerisch“ ist, was ist dann die Jahreshauptversammlung beim Sportverein?

Vorurteil: In Verbindungen werden gute Posten ausgekungelt.
Lage: Der Kungelvorwurf ist falsch. Verbindungen fordern von ihren Mitgliedern Einsatz. Das stärkt Selbstvertrauen, „soft skills“ und erleichtert einen Berufseinstieg. Kein Chriurg könnte es sich aber leisten, einen jungen Chirurgen mit zitternden Händen zu fördern, nur weil der Bundesbruder ist.

Vorurteil: Alle Verbindungen sind „Burschenschaften“
Lage: Das ist die mit am weitesten verbreitete Vorstellung. Es gibt ähnlich wie in der Politik die Parteien für fast jede Interessensrichtung einen Verbindungstyp. Burschenschaften sind wie Landsmannschaften, Corps, Turnerschaften oder religiöse Verbindungen nur eine Facette von vielen in diesem weitgefächerten Spektrum. Rhenania-Mogutia ist eine katholische farbentragende Studentenverbindung – kein Verein und auch keine Burschenschaft.

Vorurteil: Verbindungen sind „frauenfeindlich“
Lage: Es gibt Verbindungen, bei denen dürfen nur Frauen Mitglied werden.

Vorurteil: Verbindungen sind „braun“

 

Lage: Das ist ein ziemlich genau differenziert ausformuliertes Vorurteil. Das Ergebnis unserer Recherche? Klicken Sie auf das Bild.

Vorurteil: Verbindungen sind „faschistisch“
Lage: Das beliebte Totschlagargument zieht nicht, weil a) in Deutschland Studentenverbindungen von den Nationalsozialisten verboten (und von der SED diskriminiert) wurden sowie b) katholische Kirche und Sozialismus nicht unter einen Hut zu bekommen sind.

Vorurteil: Verbindungen sind „undemokratisch“
Lage: Verbindungen kannten die Herrschaft auf Zeit schon, als rundherum noch alles an das Gottesgnadentum glaubte. Die Verbindungsmitglieder wählen für die Dauer eines Semesters ihre Chargen als eine Art Regierung. Die Chargen sind dem Convent, also allen stimmberechtigten Mitgliedern, regelmäßig Rechenschaft schuldig. Der Convent beurteilt am Ende des Semesters die Arbeit der Chargen. So geht Demokratie.

Vorurteil: Verbindungsstudenten sind Snobs
Lage: Wir wohl eher nicht. Nicht jeder, der ‘ne Krawatte ohne Hilfe richtig binden und den Anzug passend zum Anlaß wählen kann, ist ein Snob …

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Welcher Anzug zu welcher Gelegenheit? Das kleine 1×1 muß sitzen.

Vorurteil: Katholische Verbindungen beten nur Rosenkranz.
Lage: Sorry, dazu fällt uns jetzt nichts ein. Schaue ins Semesterprogramm, komme vorbei und trinke mit uns ein Glas warme Milch – oder so.

Vorurteil: Katholische Studentenverbindungen sind so was von 80er.
Lage: Feste Freundschaften sind zeitlos. Es gab sie in den 1880ern, 1980ern und wird sie in den 2080ern geben.

Vorurteil: Verbindungen wollen unter sich sein.
Lage: Genau das wollen wir nicht. Kommen & kennenlernen!

Betrachten Sie dies bitte als formlose Einladung.

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